Dienstag, 28 August 2012 15:17

Bahnhofsgebäude in Schwarzenbek – Tristesse pur

Ortstermin mit dem amtierenden Bürgermeister Egon Siepert und der bahnpolitischen Sprecherin der "Grünen" Dr. Valerie Wilms

Bahnhof Ortstermin

Ortstermin: Der amtierende Bürgermeister Egon Siepert und die bahnpolitische Sprecherin der Grünen Dr. Valerie Wilms. Foto: T. Bartel

Schwarzenbek (tba). Circa 2.000 Fahrgäste benutzen täglich den Bahnhof in Schwarzenbek und es werden sicherlich in den kommenden Jahren noch mehr, denn die Europastadt befindet sich im Aufwind. Doch das Bahnhofsgebäude befindet sich in einem erbärmlichen Zustand und kann sicherlich nicht als „Eintrittskarte“ für Schwarzenbek bezeichnet werden.

Der Putz bröckelt, die Scheiben der Eingangstüren sind demoliert und vereinzelte Türen lassen sich gar nicht mehr öffnen. Lediglich in einem Verkaufsbüro der HVV erhält man Fahrkarten, dies allerdings auch für Fernfahrten, aber das war es dann auch schon. Zumindest ist der Aufenthaltsraum sehr sauber und dient bei Regen für einen guten Unterstand, auch wenn Sitzmöglichkeiten fehlen.

Aber hier wird nicht mehr investiert. Zumindest nicht vom Eigentümer des Gebäudes der Deutschen Bahn (DB). Diese geht schon seit Jahren ganz andere Wege und will ein Teil ihrer Bahnhöfe verkaufen. In Schleswig-Holstein sind dies insgesamt 12 und im Herzogtum Lauenburg ist es das Gebäude am Schwarzenbeker Bahnhof.

Aber die Stadt zögert. Es fehlt das Geld. „Wir müssten das Gebäude zunächst kaufen und dann im Prinzip abreißen, sanieren lohnt sich hier nicht mehr“, so der amtierende Bürgermeister Egon Siepert, „und etwas komplett Neues bauen, aber uns fehlen dazu die Mittel.“

Aber die Zeit drängt und die bahnpolitische Sprecherin der Grünen Dr. Valerie Wilms mahnt zur Eile. „Am Ende des Jahres läuft das Vorkaufsrecht der Stadt aus und dann wird die DB die Bahnhofsgebäude im Paket verkaufen“, sagte sie auf dem Ortstermin. Dies könnte ihrer Ansicht nach schlimme Folgen für den Schwarzenbeker Bahnhof haben.

„Ein möglicher Investor wird sich hauptsächlich um die Gebäude kümmern, die etwas ‚hermachen‘ oder um die Jahrhundertwende entstanden sind. Hier in Schwarzenbek handelt es sich um eine Ruine aus den siebziger Jahren, die er dann garantiert einfach verfallen lassen wird. Hier sollte die Stadt schnell tätig werden, denn ich denke, dass man diese Immobilie von der DB für circa 50.000 Euro erwerben könnte und das macht dann Sinn“, so ihre Worte an Egon Siepert.

Letzte Änderung am Dienstag, 04 September 2012 14:26

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.