Donnerstag, 30 August 2012 17:42

Thema Fotokopier-Gebühr für Schüler ist „vom Tisch“

Verwaltung kippt Entscheidung und zahlt zurück

Euro REK pixelio.de

Schwarzenbek erhebt kein "Kopiergeld". Foto REK / pixelio.de / bearbeitet: tba


Schwarzenbek (tba). Nach den Sommerferien erhielten die Eltern aller Schwarzenbeker Schüler ein Schreiben, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass mit dem Beginn des neuen Schuljahres pro Schüler 12,- Euro pro Jahr Kopiergeld erhoben werden würde (wir berichteten). Begründet wurde dies mit den steigenden Zahlen von Fotokopien, immerhin circa 3,6 Millionen im Vorjahr, Tendenz steigend, die angefertigt werden müssen. Nun rudert die Verwaltung zurück.

Die von vielen Eltern als „Kopfgeld“ titulierte Gebühr sorgte auch bei den Lehrern für Unmut, denn diese sollten es direkt von den Schülern einziehen.

„Zwar herrscht Lehrmittelfreiheit in Schleswig-Holstein“, sagt Björn Warmer, Büroleitender Beamter im Rathaus, „aber rein rechtlich gesehen ist die Erhebung einer solchen Gebühr durchaus möglich, denn für alle Kopien, die im Eigentum der Schüler bleiben, kann eine Gebühr erhoben werden.“

Nur, wie und wer soll prüfen, welche Kopien in das Eigentum des jeweiligen Schülers übergehen und welche nicht? Selbst die Verwaltung hat offensichtlich eingesehen, dass hier eine Kontrolle kaum möglich ist und wenn doch, diese mit einem immensen Aufwand verbunden wäre.

„Hauptsächliches Argument für die Rücknahme sei allerdings der Protest der Eltern und der Lehrer“, so Björn Warmer, „hier war überhaupt kein Konsens ersichtlich.“

„Die Eltern aller Schüler in Schwarzenbek wurden kürzlich von der Rücknahme informiert und bereits gezahltes Geld wird zurück erstattet“, sagte der Verwaltungsjurist in dem Gespräch mit unserer Redaktion.

Letzte Änderung am Donnerstag, 06 September 2012 10:46

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