Montag, 19 September 2016 11:09

Telefonische Beratung am Welt Alzheimer Tag

Telefonische Beratung am Welt Alzheimer Tag Foto: W. Reichenbächer

„Hilfe unbedingt in Anspruch nehmen“

 

Schwarzenbek (LOZ). Am kommenden Mittwoch möchte die Deutsche Alzheimer Gesellschaft mit dem „Welt Alzheimertag“ die Öffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. Rund 1,5 Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an einer Demenz; weltweit sind es rund 46 Millionen.

Diese degenerative Erkrankung des Gehirns ist weiter auf dem Vormarsch. Nicht nur die Betroffenen selbst leiden an den Folgen der Demenz ­ auch für die Angehörigen führt dies zu einschneidenden Lebensveränderungen. Um ihnen zu helfen und sie zu informieren, bietet das Seniorenzentrum Mainbrücke in Marktheidenfeld für alle Alloheim – Einrichtungen – auch für die beiden Senator-Einrichtungen in Schwarzenbek - am Mittwoch, 21. September, dem Welt Alzheimer-Tag, eine bundesweite telefonische Beratung an.

„Wann ist der Zeitpunkt gekommen, einen Demenzerkrankten in die Kurzzeit- oder Dauerpflege zu bringen? Woran erkenne ich als Angehöriger, dass ich überfordert bin und unbedingt selbst Hilfe in Anspruch nehmen sollte? „Das sind nur zwei Themen, die Betroffene beschäftigt“, sagt Rudi Gosdschan, Einrichtungsleiter der Alloheim Senioren-Residenz in Marktheidenfeld. Gosdschan und sein Team wollen deshalb Angehörigen und Interessierten in ganz Deutschland die Möglichkeit geben, am Welt-Alzheimertag telefonisch Fragen zu stellen und sich über vielfältige Hilfsmöglichkeiten vorab zu informieren. Gosdschan rät beispielsweise, dass Angehörige gleich zu Beginn der sich durch die Krankheit ergebenden Lebensveränderungen entsprechende Hilfen in Anspruch zu nehmen.

„Demenz-Patienten sind auf fremde Hilfe angewiesen“, weiß Rudi Gosdschan, „viele werden zuhause gepflegt und versorgt – für die Familienmitglieder ein immenser Kraftakt, gerade dann, wenn sie selbst noch berufstätig sind.“ Er weist darauf hin, dass viele Angehörige die Warnzeichen eigener Überforderung häufig schlichtweg nicht merken oder verdrängen: „Auch hier wollen wir aktiv werden und Betroffenen unsere Hilfe anbieten.“

Ein Kurzcheck, den jeder machen kann, und den Rudi Gosdschan telefonisch erläutern will, liefert wichtige Eigenerkenntnisse für die Pflegenden. Rudi Gosdschan: „Wir haben gemerkt, dass es immer noch Angehörige gibt, die dementiell Erkrankte im Alleingang zu Hause pflegen und so selbst durch diesen 24-Stunden-Job an ihre Grenzen gelangen. Selbstpflege ist hier ganz wichtig, um mit der Erkrankung des Partners oder der Eltern gut umgehen zu können.“

Rudi Gosdschan ist am kommenden Mittwoch von 9 bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 09391 / 90 87-200 erreichbar.

„Wir sind hier vor Ort in der „Alten Oberförsterei“ und auch in der Senioren Residenz St. Franziskus auch gerne bereit, persönliche Gespräche zu führen“, so Residenzleiterin Bärbel Raithel. Um dann auch Zeit für das Gespräch zu haben, wird um eine vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer 04151 / 80 50 gebeten.

Letzte Änderung am Montag, 19 September 2016 14:43

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