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Montag, 27 Februar 2017 18:48

Jusos kritisieren verpasste Chance beim Schwarzenbeker Wohnungsbau

Jusos kritisieren verpasste Chance beim Schwarzenbeker Wohnungsbau Foto: W. Reichenbächer

Fromm: „Teile der städtischen Politik scheinen wieder einmal lieber bloß zu schnacken, anstatt anzupacken“

 

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Schwarzenbek (LOZ). In der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Schwarzenbek vom 9. Februar brachte die SPD-Fraktion einen Antrag zur Einführung einer 30-Prozent-Quote für bezahlbaren Wohnraum ein. Dazu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD Schwarzenbek und Juso-Kreisvorsitzende Calvin Fromm:

„Dass die Stadtverordnetenversammlung den Schritt zu mehr bezahlbaren Wohnraum in Schwarzenbek nicht oder noch nicht mitgehen wollte, ist mehr als bedauerlich. Teile der städtischen Politik scheinen wieder einmal lieber bloß zu schnacken, anstatt anzupacken. Manch saturierte Stadtverordnete müssen sich mangels eigener Betroffenheit vielleicht nicht sonderlich um das Thema kümmern. Gerade junge Leute auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum sind aber negativ von dieser Blockadehaltung betroffen. Es kommt nicht von ungefähr, dass junge Leute heutzutage im Durchschnitt länger zu Hause leben als noch vor einigen Jahren. Die hohen Mieten wollen neben einem zeitintensiveren Studium oder der Ausbildung schließlich auch geschultert werden.“

Fromm führt weiter aus: „Eine Quote von 30 Prozent bezahlbarem Wohnraum würde sicherstellen, dass sozialer Wohnungsbau bei der Bauleitplanung der Stadt zukünftig im Blick behalten wird. Wie in den vergangenen Jahren überwiegend Einzel- und Reihenhaussiedlungen aus dem Boden zu stampfen, ist baupolitisch zu einseitig gedacht. Zudem wäre die Quote ein Signal an potenzielle Bauherren gewesen, dass Wohnungsbau in Schwarzenbek nur sozialer Wohnungsbau sein kann. Andere Städte wie beispielsweise Geesthacht sind bereits weiter. Es ginge also, wenn es die Schwarzenbeker Stadtverordnetenversammlung wirklich möchte.“

Letzte Änderung am Montag, 27 Februar 2017 19:11