Montag, 16 April 2012 14:12

Solarpark soll 8.000 Haushalte mit Strom beliefern

Mit dem heutigen Spatenstich in Lanken beginnt der Bau der zweitgrößten Solaranlage in Schleswig-Holstein

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Stoßen auf den Baubeginn des Solarparks in Elmenhorst an: Andreas Fischer (Geschäftsführer Rio Energie), Stephan Krome (Stadtwerke Mainz), Kreispräsident Meinhard Füllner, Werner Hesse (WFL-Geschäftsführer), Innenminister Klaus Schlie und Herbert Muders (juwi-Geschäftsführer) (v.l.). Foto: W. Reichenbächer


Elmenhorst (wre). In Schwarzenbek wird es bald fast nur noch grünen Strom geben. Denn dort soll der Strom verbraucht werden, der ab Juli in Elmenhorst produziert wird. Heute fand auf einem ehemaligen Gelände der Bundeswehr der Spatenstich zu einem Großprojekt statt, der die Energiewende wieder ein Stück weiter voranbringt. Die produzierte Strommenge soll reichen, um 8.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Das Projekt wäre fast noch an den Kürzungen aus Berlin gescheitert, konnte aber durch eine Übergangsregelung und schnelle Bearbeitung vor Ort gesichert werden.

Betreiben wird den Solarpark die Rio Energie GmbH. Ein Bündnis aus der juwi-Gruppe, die sich auf die Gewinnung alternativer Energien spezialisiert hat, und den Stadtwerken Mainz. Rund 45 Millionen Euro werden für das Projekt investiert. Mit einer Leistung von 25.000 Kilowatt soll der erzeugte Strom in das Schwarzenbeker Netz eingespeist werden, und dort auch verbraucht werden. Jährlich sollen dann 13.700 Tonnen weniger des Treibhausgases CO2 an die Umwelt abgegeben werden, wenn die Energie durch die Sonnenkraft produziert wird.

Zum Spatenstich fanden sich neben Vertretern der Investoren auch der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herzogtum Lauenburg (WFL), Werner Hesse, der Kreispräsident Meinhard Füllner und Innenminister Klaus Schlie, der als Vorsitzender des WFL-Aufsichtsrates anwesend war ein. „Das Projekt stand auf Messers Schneide“, sagt juwi-Geschäftsführer Herbert Muders. Die geplanten Kürzungen bei der Einspeisevergütung von Solarstrom ließen an der Wirtschaftlichkeit zweifel. „Durch den engagierten Einsatz von Werner Hesse und Meinhard Füllner konnte das Projekt aber doch noch umgesetzt werden“, so Muders. Gerade Hesse wurde immer wieder gute Arbeit bescheinigt. „Das Projekt ist eine Meilenstein, auch in Bezug auf die WFL“, lobte Schlie die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Heute ist ein weiterer Tag, wo die WFL ihre Leistungsfähigkeit zeigt“, ergänzt Kreispräsident Meinhard Füllner. Er machte auch darauf aufmerksam, das die verwendete Fläche ohnehin für Gewerbe vorgesehen war, es gehe also keine Natur verloren. „Auch bei der Energiewende gibt es nicht die eierlegende Wollmilchsau. Naturschutz, Wirtschaftsförderung und Energiewende passen nicht immer zusammen“, so der Kreispräsident. Auch Klaus Schlie wünscht sich mehr Mut, wenn es um die Umsetzungen weiterer Windkraftanlagen geht, „auch im Herzogtum Lauenburg“.

Am 30. Juni soll die Anlage, die aus 103.500 Modulen bestehen wird, ihren Betrieb aufnehmen und Strom liefern. Damit sich auch die Bürger von der Anlage ein Bild machen können, ist für den Sommer ein Tag der offenen Tür geplant, wo die Anlage besichtigt werden kann, und Fragen beantwortet werden.

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Sichtlich viel Spaß hatten die Akteure heute beim Spatenanstich in Lanken. Foto: W. Reichenbächer

Letzte Änderung am Montag, 23 April 2012 18:18

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