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Freitag, 11 Mai 2012 12:39

Wirtschaftsförderung und Verkauf von Markt 6 und 8

Enttäuschung, Empörung und Verärgerung seitens der FDP-Fraktion

wre rathaus schwarzenbek
Foto: W. Reichenbächer


Schwarzenbek (tba). Wie wir berichteten, haben Bürgermeister Frank Ruppert und der Hauptausschussvorsitzende Hans-Joachim Delfs kürzlich beschlossen, die Lücke, die der ausgeschiedene Wirtschaftsförderer Andreas Thiede hinterlassen hat, mit drei Mitarbeitern aus den eigenen Reihen zu schließen. Dies allerdings gegen den Willen der FDP, die die Stelle extern neu besetzen wollte. Ruppert lehnte dies mit der Begründung ab, hierzu seien derzeit keine finanziellen Mittel vorhanden.

In einem an den Bürgermeister gerichtetem Schreiben, welches unserer Redaktion vorliegt, „schießt“ die FDP nun zurück und unterstellt Ruppert und Delfs „mangelnde und kurzsichtige Fachkompetenz“. Dies begründet der FDP Fraktionsvorsitzende Helmut Stolze in seinem Schreiben wie folgt: „In dieser Phase, in der es um nachhaltige und ganzheitliche Konsolidierungsplanungen geht, die intensive Arbeit der Fraktionen zu möglichen Konsolidierungsmaßnahmen des Haushaltes mit solchen gekapselten, unausgewogenen und mit den Fraktionen nicht abgestimmten Entscheidungen zu konterkarieren ist nicht im Sinne der Bürger und der FDP.“

Und weiter heißt es: „In mehreren Arbeitstreffen haben wir (Anm.d. Red. die ‚FDP‘) bereits verschiedene Anträge zur Konsolidierung durch die Verbesserung der Einnahmeseite erarbeitet. …und wir werden…nicht locker lassen, weitere Inhalte zum Wohle der Bürger Schwarzenbeks zu entwickeln…

Wenn sich, wie jetzt mit den getroffenen Entscheidungen geschehen, jedoch stetig die Rahmenbedingungen ändern, kann eine seriöse Arbeit nicht stattfinden. Es spricht eher für die nicht vorhandene Professionalität der beiden Herren (Anm.d. Red. ‚Ruppert und Delfs‘), überhaupt eine nachhaltige Lösung im Sinne Schwarzenbeks anzustreben.“

Um eine Stellungnahme zu diesem Schreiben gebeten, antwortete Bürgermeister Ruppert in einem Gespräch mit unserer Redaktion wie folgt: „Das ist doch alles nur lautes Getöse. Auf so etwas reagiere ich normalerweise überhaupt nicht. Aber da das an mich gerichtete Schreiben ja offensichtlich an die Presse gelangt ist, werde ich auf der nächsten Versammlung Herrn Stolze schon ein paar passende Worte zu seinen Vorwürfen sagen.“

Letzte Änderung am Freitag, 18 Mai 2012 09:17