Mittwoch, 23 Mai 2012 16:12

Verkauf „Kaiserhof und Jugendtreff“ – was ist da eigentlich los?

Gibt es tatsächlich mehrere Kaufinteressenten?

Jugendtreff

Hat die Immobilie bald einen neuen Eigentümer? Foto: T. Bartel

Von Thomas Bartel

Schwarzenbek (tba). Rückblick: Der Verkauf der Immobilien Markt 6 und 8 (Kaiserhof und Jugendtreff) war vor geraumer Zeit schon einmal fast in „trockenen Tüchern“. Unter dem Namen Kiefaber-Projekt wollte der gleichnamige Investor groß in Schwarzenbek einsteigen, zog jedoch dann kurzfristig sein Angebot zurück.

Die Stadt hatte dann allerdings kurzfristig keinen Plan „B“. Schließlich einige man sich darauf, die Immobilien öffentlich per Internet auszuschreiben, um einen potentiellen Käufer zu finden. Als Kaufmindestsumme wurden 350.000 Euro veranschlagt. Durch diese Maßnahme sollte die klamme Haushaltssituation entlastet werden. Die Ausschreibungsfrist endete am 30. April 2012.

Aus dem Rathaus hieß es dann, lediglich ein Interessent habe sich gemeldet. Nun scheint die Situation doch ein wenig anders auszusehen. Denn plötzlich sind zwei weitere potentielle Käufer im Gespräch, die sich aber offensichtlich erst nach Ende der Frist gemeldet hatten. Dass es nunmehr drei Interessenten gibt, bestätig dann auch Ute Borchers-Seelig, Leiterin des Fachbereichs 4 (Rechnungswesen und Finanzen): “Wir sind mit mehreren Personen im Gespräch“, können bzw. möchten aber hier noch nichts Konkretes sagen.“

Björn Warmer, Leiter Fachbereich 2 (Verwaltungssteuerung und innere Dienste), wollte die offensichtlich neue Situation auf Anfrage unserer Redaktion weder dementieren, noch kommentieren: „Ich weis, dass Gespräche geführt werden, bin da aber nicht so richtig involviert. Da müssten Sie sich schon an Frau Borchers-Seelig wenden.“

Im Vorwege dieser zwei Gespräche baten wir am 22. Mai Bürgermeister Frank Ruppert uns die Frage zu beantworten, ob es denn nun tatsächlich neben dem „alten“ zwei neue Kaufinteressenten gäbe. „Davon habe ich überhaupt keine Kenntnis“, so seine Antwort, „das glaube ich nicht.“

Kommentar von Thomas Bartel

Es verwundert schon sehr, dass der Bürgermeister als oberster Dienstherr der Verwaltung nicht von der neuen Situation von der zuständigen Abteilung von der neuen Sachlage in Kenntnis gesetzt wurde. Verständlich ist, dass von Frau Borchers-Seelig nicht „Ross und Reiter“ genannt werden, solange noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist, wer denn nun der neue Eigentümer der Immobilien wird und vor allem, was er denn damit vorhat.

Aber ein Bürgermeister als Chef der Verwaltung, die für den Verkauf von Markt 6 und 8 zuständig ist, sollte in Verhandlungen, die der Stadt in den derzeit schwierigen finanziellen Zeiten eine Menge Geld in die Haushaltskasse spülen könnte, involviert oder zumindest über den aktuellen Stand informiert sein. Aber vielleicht ist er es ja und wollte nur weiteren Fragen aus dem Weg gehen. Man darf also gespannt sein, wie es denn nun „hinter verschlossenen Türen“ weiter gehen wird.

Letzte Änderung am Donnerstag, 31 Mai 2012 09:44

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