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LWG will famila-Erweiterung vorantreiben

Wählergemeinschaft wirft Bürgermeister Blockadehaltung vor: Einkaufssituation in Lauenburg muss zügig verbessert werden

Lesezeit: 3 Minuten

Lauenburg (LOZ). Seit mehr als acht Jahren versucht famila vergeblich, ihren Lauenburger Standort durch die Ansiedlung neuer Fachmärkte zu ergänzen und damit langfristig abzusichern. Dafür ist aber eine Änderung des bestehenden Bebauungsplans aus dem Jahr 1999 die Voraussetzung, der bis heute zum Schutz des Einzelhandels in der Lauenburger Innenstadt, sogenannte zentrumsrelevante Sortimente wie etwa Haushaltswaren, Bücher und Schreibwaren sowie Schuhe und Sportbekleidung auf dem famila-Gelände untersagt.

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„Dieses Verbot war vor fast 20 Jahren durchaus gerechtfertigt,“ so der LWG-Fraktionsvorsitzende Niclas Fischer. „Schließlich gab es damals noch Fachgeschäfte im Stadtzentrum, in denen man solche Artikel kaufen konnte.“ Inzwischen sind diese Läden aber längst verschwunden und die Lauenburger City ist verödet und heruntergekommen, so Fischer. Es wird also etwas geschützt, das es gar nicht mehr gibt und das auch noch zum Nachteil der Lauenburger Bürger, die inzwischen zum Einkaufen u.a. nach Boizenburg und Büchen ausweichen müssen, weil hier am Ort viele Sortimente nicht mehr angeboten werden, kritisiert die LWG.

Als Hauptverantwortliche für diesen Missstand hat die Wählergemeinschaft den Bürgermeister und die ihn tragenden Parteien ausgemacht: „Der Verwaltungschef blockiert eine Erweiterung am famila-Standort, weil er den von ihm seit Jahren immer wieder angekündigten Bau der Marktgalerie und des Edeka-Marktes abwarten will und offenbar mögliche famila-Aktivitäten als Konkurrenz zu diesen Vorhaben fürchtet.“ Eine Argumentation, die Fischer so nicht gelten lässt. Dabei beruft sich der LWG-Politiker auf zwei Einzelhandelsgutachten aus den Jahren 2012 und 2017. Beide Untersuchungen kommen zum Ergebnis, dass eine Erweiterung am famila-Standort für die Innenstadt unschädlich wäre und sogar noch zusätzliche Kunden ins Stadtzentrum locken würde. „Vor diesem Hintergrund ist die Blockadehaltung des Bürgermeisters und der ihn unterstützenden Parteien CDU und SPD absolut unverständlich,“ so Fischer.

„Die Lauenburger haben schon lange die Nase voll von Utopien und gebrochenen Versprechungen. Mit famila steht ein seriöser und realistischer Investor bereit, der sofort starten könnte, wenn man ihn denn ließe. Wenn man famila noch länger hinhält, droht sogar ein Rückzug des Unternehmens aus Lauenburg und somit der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze“, so die Wählergemeinschaft weiter.

Das will die LWG-Fraktion unbedingt verhindern und die Einkaufssituation für die Bürger in Lauenburg möglichst rasch verbessern. Die Wählergemeinschaft hat deshalb für die kommende Sitzung der Stadtvertretung einen Antrag vorgelegt mit dem die Erweiterung am famila-Standort endlich angeschoben werden soll. „Besser die Bürger kaufen in Lauenburg am Stadtrand auf der sogenannten „Grünen Wiese“ ein, als dass sie dafür extra nach Boizenburg und Adendorf fahren müssen“, resümiert Fischer abschließend.

Bürgermeister Andreas Thiede war für eine Stellungnahme leider nicht erreichbar.