Lauenburgs Wahrzeichen auf Berliner Wannsee unterwegs
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- Veröffentlicht: Mittwoch, 26. Juli 2017 14:46

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Lauenburg/Berlin (LOZ). „Das ist ein tolles Erlebnis und schon ein sehr besonderes Gefühl mit dem historischen Raddampfer über den Berliner Wannsee zu fahren. Seit Jahren habe ich mich für den Erhalt des Schiffes eingesetzt und insgesamt über 1,3 Millionen Euro Bundesmittel für dessen Sanierung im Haushaltsausschuss organisieren können. Jetzt zu erleben, wie der Kaiser unterwegs ist, hier vor den Toren Berlins auf Ausflugsfahrt geht, von den Menschen bestaunt und bewundert wird, freut mich und macht einen natürlich auch persönlich Stolz. Das zeigt einem, dass sich der Einsatz gelohnt hat“, sagt Norbert Brackmann, der für diesen einmaligen Ausflug extra aus Lauenburg angereist ist.
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„Der Raddampfer erfreut sich offenbar auch hier in Berlin großer Beliebtheit. Die Menschen bestaunen das Schiff, bleiben stehen und machen Fotos und wollen es sich bis in die letzte Schraube erklären lassen. Das ist auch für Lauenburg eine Attraktion, selbst wenn die letzten Sanierungsarbeiten noch ausstehen. Der Raddampfer ist in den letzten Jahren zum Wahrzeichen der Stadt geworden, ein Aushängeschild für Lauenburg und die Region“, freut sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann über die Werbetour des Raddampfers für Lauenburg.
„Während der knapp zweistündigen Ausflugsfahrt habe ich mich aber auch über den Fortgang der Sanierungsarbeiten informiert. Aktuell werden die Ausschreibungen für die Sanierungsarbeiten zwischen dem Förderverein und dem Bund abgestimmt. Wenn dies dann abgeschlossen ist, können die Aufträge vergeben werden und die Arbeiten endlich beginnen. Auf dem Plan steht die Sanierung der Dampfkessel-Anlage, des Rauchfangs und Schornsteins inklusive der Steuerung der Dampfmaschine. Hinzu kommt die denkmalgerechte Sanierung des gesamten Schiffshecks ab Salonwand mit dem Deck. Dazu kommen viele kleine Sanierungsmaßnahmen wie der Austausch von Fenster oder Malerarbeiten“, erläutert Norbert Brackmann den Umfang der geplanten Maßnahmen.
„Die Erhaltung des Raddampfers, der 1899-1900 gebaut wurde, hat eine besondere historische Bedeutung für die Elbschifffahrt. Er ist einer von zwei noch fahrenden kohlebefeuerten Schaufelraddampfern in Deutschland. Insgesamt wird die umfassende Sanierung des Raddampfers etwa 1,3 Millionen Euro kosten. Mit der Bundesförderung haben wir einen großen und den wichtigsten Schritt gemacht“, sagt Norbert Brackmann, der sich für die Rettung des Schiffes gemeinsam mit dem Förderverein des Elbschifffahrtsmuseums über Jahre hinweg eingesetzt hat. 2013 bewilligte der Haushaltsausschuss auf Initiative von Brackmann bereits 400.000 Euro. Damit konnten 2014 erste Sanierungsmaßnahmen im mittleren Schiffsbereich, in der Kombüse und an den Radkästen durchgeführt werden. In der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses hatte Norbert Brackmann weitere 950.000 Euro Fördermittel im Bundeshaushalt 2017 sichern können.
Hintergrund:
Der Raddampfer Kaiser Wilhelm ist für die Zeit vom 21. bis 30. Juli auf Berlin-Reise. Angeboten wurden dabei am 25. und 26. Juli zweistündige Wannsee-Rundfahrten. Ausgangspunkt der Ausflugsfahrten ist Spandau. Hier hat die Kaiser Wilhelm ihren befristeten Liegeplatz, bevor es dann wieder über Brandenburg, Havelberg und Dömitz nach Lauenburg geht.