Theophanu und ihre Bedeutung für das fränkisch-römische Kaiserreich
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- Veröffentlicht: Montag, 19. November 2018 19:28
Reihe „1.100 Jahre Ottonen“
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Mölln (LOZ). Lothar Obst stellt in seinem Vortrag am Donnerstag, 29. November um 19.30 Uhr im Sitz der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Hauptstraße 150, die Kaiserin Theophanu, die mit Kaiser Otto II. verheiratet war, vor. Der Eintritt ist frei.
Aus dem Archiv des Reichsstiftes Gandersheim – mit den sächsischen Ottonen eng verbunden – ist die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu überliefert. Wahrscheinlich hat sie das kostbare Zeugnis dort hinterlegt. Diese "schönste und kostbarste aller Kaiserurkunden" vereint die byzantinische wie abendländische Kunst des Mittelalters. In strahlender Goldschrift erscheint der Text auf kunstvoll ornamentiertem Grund, auf feierlichem Indigo und über purpurroten Medaillons mit Binnenzeichnungen byzantinisch geprägter Tiersymbole.
Die Urkunde dokumentiert die Vermählung der griechischen Prinzessin Theophanu (955 - 990), einer Nichte des byzantinischen Kaisers Johannes I. Tzimiskes mit dem gleichaltrigen sächsischen Thronfolger und römischen Mitkaiser Otto II. Nach dem frühen Tod ihres Gatten wird Theophanu zu einer klugen und umsichtigen Regentin und sichert so ihrem Sohn Otto III. die Herrschaft im Reich. Die Urkunde über die Heirat Ottos und Theophanus wird dem Publikum beim Vortrag in Form eines Vollfaksimiles in Originalgröße von 150 x 40 cm vorgestellt.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Stiftung Herzogtum Lauenburg mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg.