Lesezeit: 1 Minute

Ratzeburg (LOZ). Die Ratzeburger Volkshochschule startet ihre diesjährige politische Bildungsreihe unter dem Motto ”MEINUNGsbildung / MEINUNGsfreiheit / MEINUNGsvielfalt” mit einem Seminar zum Thema „Soziale Ungleichheit als Nährboden für Populismus“.

Am 18. September in der Zeit von 10 bis 16 Uhr wird Soziologe und Publizist Andreas Kemper den Erfolg von populistischen Bewegungen im Ratssaal des Rathauses analysieren. Populismus scheint aus seiner Sicht einem dichotomischen Muster zu folgen. Ländliche Räume werden gegen Metropolregionen ausgespielt, das Volk gegen seine vermeintlichen Eliten, Liberalismus gegen Volksgemeinschaftsideale, Globalisierung gegen Nationalstolz. Dabei ist es ein durchgehendes Narrativ, dass es eine abgehängte, unbeachtete, vergessene Bevölkerungsgruppe gibt, die kein Gehör mehr findet für ihre Nöte, keine Stimme hat und wirtschaftlich abzurutschen droht. Diese "Abgehängten" werden in populistischer Darstellung als schweigende Mehrheit", als das "Volk" stilisiert und überhöht, welches sich Untergangsszenarien gegenübersieht, wie "Migrationsfluten", Meinungsdiktatur oder wirtschaftlichem Niedergang. Das Seminar will sich mit diesen Prämissen populistischen Denkens intensiv auseinandersetzen.

Die Teilnahme am Seminar ist dank einer Förderung durch die „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms. „Demokratie leben!“ kostenfrei. Eine Anmeldung ist allerdings obligatorisch unter Telefon 04541 / 20 67 26 oder volkshochschule@ratzeburg.de. Coronabedingt können nur Teilnehmer zugelassen werden, die nach den 3G-Regeln vollständig geimpft, getestet oder genesen sind und über einen entsprechenden Nachweis verfügen.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.