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(LOZ). Die Zahl der Fehltage im Kreis Herzogtum Lauenburg ist im vergangenen Jahr erstmals seit Langem wieder gesunken, trotzdem ist der Wert der Region im Schleswig-Holstein weiten Vergleich hoch. Das geht aus den lokalen Vorab-Daten des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Im Schnitt blieben die Erwerbspersonen im Kreisgebiet im vergangenen Jahr 17,5 Tage krankheitsbedingt zu Hause, 2015 waren es noch 0,7 Tage mehr.

Damit folgt die Region dem landesweiten Abwärtstrend: In ganz Schleswig-Holstein ist die Anzahl der Fehltage nach Angaben der TK leicht gesunken - und zwar um 0,6 Prozent auf durchschnittlich 16,7 Fehltagen im Jahr 2016. Für den Krankenstand verantwortlich sind insbesondere Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, zu denen auch Rückenschmerzen zählen, psychische Erkrankungen sowie Krankheiten des Atmungssystems.

So wichtig ist Gesundheitsförderung im Job

Trotz des leichten Rückgangs weist Schleswig-Holstein im Vergleich zum Bundesschnitt eine hohe Anzahl an Fehltagen auf. Deutschlandweit waren es nur 15,3 Tage, an denen die Menschen wegen Krankheit zu Hause blieben - das sind fast zehn Prozent weniger als im nördlichsten Bundesland. Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK in Schleswig-Holstein, hebt in diesem Zusammenhang die große Bedeutung des betrieblichen Gesundheitsmanagements hervor: "Den Menschen wird im Berufsalltag immer mehr abverlangt: Ständig mobil und sogar nach Feierabend erreichbar sein, zusätzliche Aufgaben bei gleicher Arbeitszeit, die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dazu noch reichlich Überstunden - all das belastet die Menschen."

Daher ist Brunkhorst der Ansicht, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter aktiv fördern sollten. Dabei sollte sich der Blick nicht nur auf den Krankenstand richten, sondern auch auf die Mitarbeiter, die tagtäglich mit viel Engagement an die Arbeit gehen. "Wir dürfen nicht nur darüber sprechen, was Beschäftigte krank macht, sondern auch darüber, wie wir sie unterstützen können, damit sie lange gesund bleiben. Dabei geht es um viel mehr als ergonomische Arbeitsplätze und gesundes Kantinenessen. Es geht darum, gute Strukturen zu schaffen, die Mitarbeiter miteinzubeziehen, ihren Einsatz anzuerkennen und vor allem um eines: Wertschätzung."

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