Wenn Männer oben ohne sind…
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- Veröffentlicht: Montag, 12. Juni 2017 18:59
Welche Mittel helfen gegen Haarausfall?
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Geesthacht (LOZ). Viele Männer aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg kennen es aus eigener Erfahrung. Mit dem Alter kommt bei vielen der Haarausfall. Doch die Sache mit der Glatze ist so widersprüchlich wie der ganze Mann. 68 Prozent der Männer behaupten in Umfragen, keine Haarprobleme zu haben. Trotzdem machen Hersteller von angeblich haarwuchsfördernden Shampoos und Tinkturen hohe Umsätze. „Das hat vor allem mit viel Werbung zu tun, denn es gibt keinerlei überzeugende Wirksamkeitsbelege“, sagt AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens.
Rund zwei von drei Männern sind früher oder später von erblich bedingtem Haarausfall betroffen. Bei ihnen steigt die Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Deshalb verkümmern die Haarschäfte unter der Haut allmählich, sterben ab und es wächst kein Haar mehr. Dieser Kahlschlag lässt sich nicht wiederbeleben. Es sei denn, durch eine aufwendige und teure Eigenhaarverpflanzung.
Allen, die sich nicht mit dem Haarausfall abfinden wollen, bleibt eine medikamentöse Behandlung: Rezeptpflichtige und täglich einzunehmende Tabletten mit dem Wirkstoff Finasterid blockieren im Körper die Umwandlung von Testosteron in DHT und verlängern so die Lebenszeit der Haarwurzeln. Daneben gibt es Präparate, die als Lösung, Spray oder Schaum rezeptfrei verkauft werden. Allerdings sind Nutzen und Risiken einer Langzeitanwendung bislang nicht ausreichend beschrieben. Da diese Mittel nach jetzigem Kenntnisstand rechtzeitig und so lange angewendet werden müssen, wie man den Haarausfall verlangsamen möchte, geht das auch ordentlich ins Geld. Die Gesetzlichen Krankenkassen dürfen die Kosten für solche kosmetischen Behandlungen nicht übernehmen.