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Herzogtum Lauenburg (LOZ). Der Krankenstand bei den 17.479 versicherten Arbeitnehmern der AOK NordWest im Kreis Herzogtum Lauenburg ist trotz der Schwankungen aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 stabil geblieben. Der Wert lag wie im Vorjahr im Durchschnitt bei 5,8 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK NordWest hervor.

Danach verursachten Muskel- und Skeletterkrankungen unverändert die meisten Ausfalltage. Mit 22,8 Prozent liegt deren Anteil an den gesamten Fehltagen mit großem Abstand an erster Stelle. Auf den weiteren Plätzen folgen psychische Erkrankungen (13,7 Prozent), Atemwegserkrankungen (zehn Prozent) und Verletzungen (9,9 Prozent). „Muskel-Skelett-Erkrankungen sind nach wie vor die Hauptursache für Krankschreibungen. Hier können gezielte Präventionsangebote helfen und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig verbessern“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

Die Corona-Pandemie führte zu teilweise erheblichen Schwankungen beim Krankenstand im Kreis Herzogtum Lauenburg: Zunächst gab es zu Beginn der Pandemie im März einen deutlichen Anstieg des Krankenstandes von 6,8 Prozent im Februar auf acht Prozent im März. Von Mai (4,9 Prozent) bis August (fünf Prozent) zeigte sich insgesamt ein deutlicher Rückgang, der jedoch ab September in die zweite Welle überging und im November erneut einen hohen Wert von 5,9 Prozent erreichte. Unterm Strich blieb es jedoch im Jahresdurchschnitt bei 5,8 Prozent analog zum Vorjahreswert.

Nach der aktuellen AOK-Auswertung für 2020 meldeten sich 48,4 Prozent der Beschäftigten einmal oder mehrfach krank. Insgesamt war jeder bei der AOK versicherte Erwerbstätige im Kreis Herzogtum Lauenburg durchschnittlich an 21,3 Tagen krankgeschrieben. Dabei wurden 52,3 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage von Langzeitkranken verursacht. Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall lag bei 15,2 Kalendertagen.

Große Unterschiede zwischen den Berufsgruppen

Die höchsten Fehlzeiten gab es 2020 im Kreis Herzogtum Lauenburg in den Berufsgruppen Güter- und Warenumschlag (66,6 Tage) und Führer von Erdbewegungs- und verwandten Maschinen (46 Tage). Die niedrigsten Fehlzeiten sind in den Berufsgruppen Metallerzeugung (einem Tag) und Softwareentwicklung (3,7 Tage) festzustellen.

Die AOK NordWest unterstützt nicht nur ihre Versicherten mit speziellen Angeboten, sondern hilft auch den Unternehmen im Kreis Herzogtum Lauenburg mit speziellen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung dabei, arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu identifizieren und abzubauen, um nicht zuletzt auch den Krankenstand im Betrieb nachhaltig zu senken. „Erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es nicht von der Stange, sondern muss sehr individuell auf die Belange, die Bedürfnisse und die Möglichkeiten jedes einzelnen Unternehmens abgestimmt werden“, so Wunsch. Hier bietet die AOK NordWest spezielles Know-how durch eigene qualifizierte Präventionsfachkräfte an, die beratend durch die jeweiligen Prozesse führen. Situationsanalyse, Hilfe bei der Planung und Durchführung präventiver Maßnahmen sind Teil der Begleitung. Mehr Informationen zu den AOK-Angeboten zur betrieblichen Gesundheitsförderung gibt es unter www.aok.de/fk/nordwest/ im Internet.

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