Lesezeit: 3 Minuten

Schwarzenbek (LOZ). „Demenz – Genau hinsehen“ lautet das diesjährige Motto der „Woche der Demenz“ rund um den „Welt Alzheimertag“ am 21. September. Die bundesweite Aktion soll auf die Bedürfnisse Betroffener hinweisen und wirbt für mehr soziale Akzeptanz von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen. Die Seniorenresidenzen „St. Franziskus“ und „Alte Oberförsterei“ in Schwarzenbek nutzen jetzt diese Kampagne und bieten umfassende Tipps, Unterstützung und Beratung zu diesem wichtigen Thema an.

Woran erkenne ich eine beginnende Demenzerkrankung von Angehörigen? Wo finde ich Unterstützung? Wann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich die Pflege nicht mehr alleine stemmen kann und welche Möglichkeiten und Arten der Betreuung gibt es? Dies sind nur einige der Fragen, die sich täglich tausende von Menschen in Deutschland stellen. „Tatsächlich ist Demenz ein allgegenwärtiges Thema“, sagt Einrichtungsleiterin Tanja Schmalfeld, „weltweit sind mehr als 50 Millionen Menschen davon betroffen. Tendenz steigend. Laut der Deutschen Alzheimergesellschaft wird davon ausgegangen, dass sich diese Zahl bis 2050 mehr als verdreifacht.“

Die „Woche der Demenz“ vom 20. bis 26. September rund um den „Welt Alzheimertag“ am 21. September findet in diesem Jahr unter dem Motto „Demenz – Genau hinsehen“ statt. Damit will man besonders Angehörige für auffällige Verhaltensmuster sensibilisieren, die auf den Beginn dieser Erkrankung hinweisen und gleichzeitig die besonderen Bedürfnisse von Demenzerkrankten in den Fokus rücken. „Die Diagnose Demenz bedeutet keinesfalls soziale Isolation“, erklärt Schmalfeld, „unser Ziel ist es, Betroffenen ein Leben in der Mitte der Gesellschaft zu ermöglichen. Hobbies nachgehen, im Freundeskreis aktiv bleiben oder sich in Vereinen oder in der Gemeinde einbringen. All das ist möglich, wenn wir als Gesellschaft mehr Verständnis für diese Erkrankung aufbringen und Betroffene entsprechend miteinbeziehen und unterstützen.“

Um Demenzerkrankten mehr Lebensqualität zu ermöglichen, setzen die Alloheim Seniorenresidenzen auf breitgefächerte Ansätze und Konzepte. „Wichtig ist es, Betroffene auf der Zeitebene zu begegnen, in der sie sich gerade befinden und dabei individuell auf ihre Fähigkeiten und ihre Biografie einzugehen“, weiß die Einrichtungsleiterin, „auch eine feste Tagesstruktur und wiederkehrende Rituale sind wichtig, um dementiell Erkrankten ein angstfreies Lebensumfeld zu bieten.“ Die Alloheim Seniorenresidenzen bietet dazu beispielsweise helle, große Aufenthaltsbereiche an, die nostalgisch eingerichtet sind. Ebenso werden zudem vielfältige Rückzugsorte angeboten. Die speziell ausgebildeten Teams der Einrichtung halten sich bei der Planung der Aktivitäten an die Hobbies, den Beruf und auch die Erfahrungen in Kindheit und Jugend der Bewohner. „Wer beispielsweise sein Leben lang gerne im Garten gearbeitet hat, wird das auch heute noch gerne tun“, erklärt Schmalfeld, „also wird diese Tätigkeit ermöglicht oder simuliert.“

Um die Förderung Demenzerkrankter durch Simulation geht es auch beim Ansatz der Nutzung von „Virtual Reality“-Brillen. Die Alloheim Seniorenresidenzen bieten diese innovative Form des Erlebens an, um die Beweglichkeit und das Erinnerungsvermögen der Betroffenen zu trainieren. Spaziergänge am Strand, Schwimmen mit Delfinen oder eine Bergwanderung – die VR-Brille macht es auf Knopfdruck möglich.

Auf große Begeisterung dementiell erkrankter Bewohner stößt auch die „Tovertafel“. Dabei werden unterschiedliche Spiele oder Übungen über einen Projektor auf einem Tisch abgebildet. Neben rein digitalen Programmen können auch reale Dinge, beispielsweise Steine, Seifenblasen oder Spielfiguren in den Ablauf integriert werden. Ein Konzept, das Freude macht und ganz nebenbei das Gedächtnis, die Motorik und die Konzentration fördert.

„Auch wenn Demenz nicht heilbar ist, so können wir doch mittlerweile auf vielfältige Möglichkeiten zur Förderung, Stabilisierung oder Mobilitätsverbesserung von Erkrankten zurückgreifen“, sagt Tanja Schmalfeld „unser Credo lautet ‚Wir dienen Ihrer Lebensqualität‘ und diesen Ansatz leben wir. Daher stehen wir Angehörigen bei Fragen, Sorgen und Ängsten rund um das Thema Demenz gerne mit Rat und Tat zur Seite.“ Dieses Angebot gilt selbstverständlich nicht nur während der Aktionswoche rund um den „Welt Alzheimertag“. „Eine Demenz beeinträchtigt das Leben auf vielfältige Weise. Umso wichtiger ist es, nicht die Krankheit zu sehen, sondern die Menschen, um dort zu helfen, wo es nötig ist“, sagt die Einrichtungsleiterin.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.