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Bürgervorsteher Dittmer verabschiedet sich bei Senioren

Gut besuchte Veranstaltung des Seniorenbeirats in Lauenburg

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Lauenburg (LOZ). Ein Hauch von Abschied lag über der Veranstaltungsstätte Mosaik beim Februar-Seniorennachmittag. Einmal gab es einen durchaus erfreulichen Grund: Bürgermeister Andreas Thiede saß mit seiner Ehefrau auf gepackten Koffern für eine Ferienreise, ließ die Lauenburger Gäste die letzten Neuigkeiten aus der Elbestadt wissen, um sich dann in Richtung Hamburger Flughafen zum Ferienflieger auf den Weg zu machen. Ganz so fröhlich war dem zweiten Gast nicht zu Mute. Bürgervorsteher Bernd Dittmer steht nach der Kommunalwahl nicht mehr zur Verfügung.

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Dittmer überbrachte den älteren Mitbürgern die Neujahrsgrüße des Stadtparlaments und unterrichtete sie über Wissenswertes aus und um die Elbestadt. Fast untergegangen in den vergangenen Wochen war sein Besuch mit einer kleinen Delegation im Danziger Schifffahrts-Museum, zu dem die Lauenburger Ausstellungsstätte Verbindungen unterhält. Hier sollen die Verbindungen vertieft werden, zumal sich die Lauenburger von diesem Institut manche Anregungen versprechen. Auf dem Rückweg besuchten die Lauenburger ihre Partnerstadt Lebork, das frühere Lauenburg in Pommern und tauschten mit dem dortigen Stadtoberhaupt Grüße aus.

Dittmer ist in den vergangenen Jahren bei den Senioren-Veranstaltungen ein gern gesehener und geschätzter Gast gewesen. Jetzt am Ende seiner Amtszeit ließ er seine Gastgeber einen Blick in seine Politiker-Seele tun: „Ich habe mein Amt versucht überparteilich und unabhängig auszuüben wie es einem Bürgervorsteher ansteht. Das ist aber von meinen Parteifreunden nicht immer goutiert worden“, verriet er den Senioren. Künftig wird er den Seniorenveranstaltungen also als normaler Besucher beiwohnen.

Bürgermeister Thiede berichtete von umfangreichen Vorbereitungen der Stadt für die Kommunalwahlen Anfang Mai und bat die Senioren, um zahlreiche Wahlbeteiligung. „Wir müssen uns einbringen“, forderte er die älteren Mitbürger auf, „wir können darüber sprechen, in anderen Ländern wird man dafür verhaftet“.

Vor diesen Auftritten hatten bereits die Möhnsener Musikanten Proben ihres Könnens abgeliefert. Dieser Musikzug trat im Mosaik in kleiner Besetzung mit acht Musikern und Musikerinnen an: fünfmal Blech, Klarinette und Schlagzeug. Dirndl und Lederhose hatten sie bei den kühlen Norddeutschen zuhause gelassen, doch auch im normalen Konzert-Outfit verstanden sie es, ihre Zuhörer zu begeistern. Die Möhnsener besitzen ein riesiges Repertoire, das sie auch gekonnt vortragen können. Diesmal kein Karneval in Rio, aber Musik aus deutschsprachigen Landen, gemischt mit Klängen aus deutschen Sehnsuchtsländern wie das frühere Jugoslawien, Spanien oder Italien. Das war so ganz nach dem Geschmack der Lauenburger Senioren. Da wurde gesungen und geschunkelt, aber irgendwann wollten auch Musikanten wieder nach Hause. Die Zuhörer entließen sie aber erst nach der Zusage, bald wieder in der Elbestadt zu erscheinen.

Vorher hatten sich die Senioren einer Aufgabe zu entledigen: der Landesseniorenrat Schleswig-Holstein zusammen mit dem deutschen Institut für Sozialwirtschaft hatten einen Fragebogen zum Sicherheitsbedürfnis älterer Mitbürger entwickelt. Der Lauenburger Seniorenbeirat hatte seine Gäste um Mithilfe beim Beantworten der Fragen gebeten. Die Landessenioren in Neumünster dürfen in den nächsten Tagen jetzt umfangreiche Post erwarten.